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"Infirmitas" ist NICHT der lateinische Begriff für "Ohnmacht" – aus irgendeinem Grund war David J. Lensing da früher (anno 2003) anderer Meinung und betitelte eine Kurzgeschichte ebenso (weil "Ohnmacht" sozusagen das zentrale Thema war und er die vermeintliche, altsprachige Übersetzung schlichtweg cooler fand – wie 13-Jährige halt so sind). Wie auch immer, inzwischen ist ans Licht gekommen, dass "Infirmitas" zu Deutsch unter anderem "Krankheit" bedeutet, was nicht mehr viel mit dem Inhalt besagter Kurzgeschichte zu tun hat, aber das macht den Braten auch nicht mehr fett. Als sich Rita Wißmann und David im Jahr 2004 erstmals dazu entschlossen, einen Film zu drehen, diente diese Kurzgeschichte jedenfalls als Vorlage für's Drehbuch.

WORUM GEHT'S? Ein Psychiater bekommt’s mit einer sehr schweigsamen Patientin zu tun und quält sich in seiner Freizeit mit väterlichen Sorgen, während Töchterchen auf Reisen ist. Genug Stoff für 10 Seiten Skript und 19 Minuten Film.

Rückblickend (immerhin ist das Jungfern-Projekt schon ne Weile her) muss man sagen, dass dieser Film seine Macher immerhin einem tollen Hobby näher gebracht hat: Die Dreharbeiten haben schon damals ziemlich Spaß gemacht und der guten, alten Zeiten zu Liebe schaut man sich das Ergebnis immer mal wieder an - auch wenn's weh tut. Aber natürlich sind wir uns der Tatsache bewusst, dass dieser Film – sagen wir mal – ein überschaubares Maß an technischem Geschick und überhaupt Talent aufweist. Und dass die Melodramatik ein bisschen ausufert. Und dass die Rollen nicht perfekt besetzt waren. Und das man ruhig mal mehr als eine Einstellung pro Szene hätte einplanen können. Und, und, und...