Hier halten wir euch über die Dreharbeiten unseres aktuellen Films "Wir drehen uns" auf dem Laufenden.
Außerdem informieren wir über so einiges, was in Sachen Amateurfilm rund um Bocholt und NRW noch so geht.
Schulfilmfestival NRW27.06.2010
Der Cinedom im Kölner Mediapark ist ja ne kleine Stadt für sich. Da kann man auf dem Weg zum Kinosaal lecker essen und/oder sich ordentlich verlaufen. Immerhin wimmelt's in dem Komplex aus Gängen und Rolltreppen normalerweise von abgeklärten Filmfreaks, frisch gebackenen Pärchen auf der Suche nach einer Abendgestaltung bei der man ohne Reden auskommt und Großstadt-Knirpsen, die sich für die wilden Kerle halten. Am Samstagvormittag sah's schon anders aus - da wanderten statt der üblichen Kinogänger nur ein paar Schüler durch die Korridore. Elf Uhr ist nicht gerade Prime Time. Deshalb ging das NRW-Kurzfilmfestival der Schulen wohl auch mit einem überschaubaren Publikum in die erste Runde: Im eröffnenden Filmblock wurden 14 Beiträge aus der Wettbewerbskategorie 16 bis 20 Jahre aufgeführt. Unter anderem das Psychoduell "Sleeping Sophie" von Amateurfilmer David J. Lensing, der mit seiner Schwester und Hauptdarstellerin Sophie vor Ort war. Eventuell aus Zeitgründen waren die Aufführungen so organisiert, dass zwischen den einzelnen Kurzfilmen keine Filmemacher-Gespräche abgehalten oder Fragen gestellt wurden. So gab's zwar keine Publikums-Resonanz auf die einzelnen Beiträge, dafür aber innerhalb von zwei Stunden einen abwechslungsreichen Einblick in die aktuellen Machenschaften jener Amateurfilmer, die noch die Schulbank drücken.
Nachhaltig beeindruckt haben unter anderem der fantastische "MindWandersLands" von Tali Barde aus Bergisch-Gladbach, der ach so vielen Bahnfahrern aus der Seele gesprochen haben dürfte, und "A 13er's Day" von den Schülern Kevin Goßling und Frank Diekmann aus Borken-Burlo - die eine Fotoserie abgeliefert haben, die vor Ideenreichtum regelrecht strotzte! Eine lobende Erwähnung bei der Preisverleihung am Sonntagabend erhielt Schauspielerin Rosa Thielmann für ihre Darstellung eines Mobbing-Opfers in dem Film "Der letzte Lauf", der in Sachen Wirkung auf's Pubilkum Gus Van Sants "Elephant" in nichts nachsteht. Die Preise räumten letztendlich Robert Aschenbrenner mit "Summa Summarum" in der Kategorie 16 bis 20 Jahre und Mischa Bülters großartiger Kurzfilm "November" in der Kategorie 21 bis 25 Jahre ab.
