Hier halten wir euch über die Postproduktion unseres aktuellen Films "Jakobs Weg" auf dem Laufenden.
Außerdem informieren über alles, was wir in Sachen Amateurfilm in Bocholt und NRW noch so starten.

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05.06.2010

Es war ein heikler Dreh, der am Samstagmorgen in einem Treppenhaus an der Wesemannstraße stattfand. Nicht wegen schlechten Wetters oder extremer Zeitnot, sondern weil wir in der panischen Angst drehen mussten, jederzeit von einem SEK-Trupp hochgenommen zu werden. Angeheuert von Anwohnern, die sich bei ihrer Samstagvormittag-Siesta gestört fühlten. Zum Glück zählte unsere Crew nur sieben Leute mit vergleichsweise gemäßigtem Temperament, die also durchaus leise arbeiten konnten. Offenbar jedoch nicht leise genug, um ein paar Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Kostprobe: "Was wird das hier?" "Wir dreh'n einen Film." "Muss das im Treppenhaus sein?" "Ja." "Warum?" "Weil die Szene im Treppenhaus spielt." "Und warum?" - Chuck Norris weiß warum.
Jedenfalls haben wir uns unter der Regie von David J. Lensing wirklich beeilt, Kevin alias Ricky Briskow aus einer Wohnung zu zerren und im Treppenhaus verbal zur Schnecke zu machen, um dann schnell nach draußen zu flüchten. Auf offener Straße dreht es sich wesentlich entspannter. Zwar wird man in einer Geht-so-Metropole wie Bocholt noch von Hinz und Kunz angequatscht, wenn man mit einer Kamera durch die Gegend rennt - "EY! Mach ma'n Foto!" oder "Komm ich ins Fernsehen?" - aber dafür ist man hierzulande auch nicht so streng, was Drehgenehmigungen anbelangt. Da wird einem Haufen Amateurfilmer schonmal freie Fahrt gewährt. Stand der Dinge: Kevin "Ricky" Ramolla und Maren "Mieze" Buß sind in Sachen Schauspiel für das Projekt "Cold chick" durch. Es fehlen nur noch wenige Einstellungen zur Fertigstellungen der ersten Quaintown-Episode.

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